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Besuch der BfN-Präsidentin Jessel

Besuch der BfN-Präsidentin Jessel

Bootstour auf dem bald "lebendigen Fluss"

Rocco Buchta, Beate Jessel, Christian Unselt

NABU-Flussexperte Rocco Buchta zeigt Beate Jessel und NABU-Vizepräsident Christian Unselt das Projektgebiet.

Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Beate Jessel, hat am Dienstag in Begleitung der Landräte der Landkreise Stendal und Havelland und Vertretern der Länder Sachsen-Anhalt und Brandenburg das Projektgebiet des Gewässerrandstreifenprojektes Untere Havelniederung besucht. Der NABU als Träger des Projektes stellte während einer Bootstour auf der Unteren Havel zwischen Bahnitz und Mögelin einen Teil der geplanten Renaturierungsmaßnahmen an der Unteren Havel vor. Gemeinsam mit den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt will der NABU das größte zusammenhängende Feuchtgebiet Mitteleuropas wieder naturnah gestalten. Dazu sollen Altarme angeschlossen, Ufersäume umgestaltet und Fischwanderhilfen gebaut werden.

Naturnahe Abschnitte der Havel zwischen Bahnitz und Milow mit Sandbänken und Altwässern ließen eine Vorstellung von dem entstehen, was sich die Projektpartner für die Untere Havelniederung in den nächsten Jahren zum Ziel gesetzt haben. "Die Havel soll wieder ein lebendiger Fluss werden. Heute wurde anschaulich, wie es an der Havel einmal aussehen kann. Ein intaktes Ökosystem an der Unteren Havel kommt nicht nur den hier heimischen Tieren und Pflanzen zugute, sondern bietet Chancen für die Entwicklung der ganzen Region", sagte NABU-Vizepräsident Christian Unselt.

Havel Luftaufnahme

Die untere Havelniederung ist größtes zusammenhängende Feuchtgebiet in Mitteleuropa.

"Die heute bereisten naturnahen Havelabschnitte zeigen, welchen Naturreichtum wir in der Region haben. Den sollten wir auch für zukünftige Generationen bewahren helfen", betonte der Landrat des Landkreises Havelland, Burkhard Schröder.

"Mit dem Renaturierungsprojekt in der Unteren Havelniederung haben sich alle Partner ehrgeizige, aber realistische Ziele gesteckt. Die bislang einmalige Chance, an einem Fluss dieser Größe wieder naturnahe Verhältnisse herzustellen, muss auf jeden Fall genutzt werden. Wichtig dabei ist, dass die Wirkungen der Maßnahmen sich nicht nur auf den Flussschlauch beschränken, sondern dass unter dem Ziel, das Wasser vermehrt in der Landschaft zu halten, auch angrenzende Uferbereiche und Insellagen mit von der Umsetzung profitieren", hob BfN-Präsidentin Beate Jessel hervor.

Das Vorhaben wird zu 75 Prozent mit Mitteln des Bundes, und zu 25 Prozent mit Mitteln der Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt sowie des Projektträgers NABU finanziert. Das Projektgebiet befindet sich im Naturpark Westhavelland in Brandenburg und im Biosphärenreservat Mittelelbe in Sachsen-Anhalt.

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Beitrag erstellt am 26. August 2008.

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Klaus-Henning Groth

Bei Fragen rund um das Havel-Projekt wenden Sie sich bitte an:
Klaus-Henning Groth
Tel. 030-28 49 84-15 00
Klaus-Henning.Groth@NABU.de

 

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