NABU.de Aktionen & Projekte Stunde der Wintervögel Ergebnisse Zusammenfassung 2012
Spatz ist häufigster Wintervogel 2012
Spatz an der Spitze bei der „Stunde der Wintervögel“
Bilanz der Vogelzählaktion belegt deutlichen Rückgang der Amseln
Fast 250.000 Haussperlinge wurden gemeldet. Damit ist der Spatz der häufigste Wintervogel 2012.
27. Januar 2012 -
Nach der Auswertung von rund 40.000 Einsendungen mit mehr als 1,6 Millionen Vogelbeobachtungen liegen heute die Ergebnisse der Mitmach-Aktion „Stunde der Wintervögel“ vor. In diesem Jahr verlor die Kohlmeise ihren Spitzenplatz als häufigster Wintervogel unserer Städte und Dörfer an den Haussperling. Auf den Plätzen drei und vier folgen Blaumeise und Feldsperling.
Im Südwesten Deutschlands lassen sich die Auswirkungen des Amselsterbens erkennen. Mehr zum Amselsterben
„In milden Wintern kommen tendenziell weniger Vögel an die Futterstellen, solange sie in Wald und Feld noch genügend zu fressen finden“, kommentiert NABU-Vogelschutzexperte Markus Nipkow den Rückgang, der nicht nur bei Kohlmeisen zu beobachten war. Davon konnte offenbar der sehr ortstreue Hausspatz profitieren, der rund ums Jahr die Nähe zu den Menschen sucht.
Futter hin oder her – nach Amseln hielten viele Vogelfreunde diesmal vergeblich Ausschau. Bundesweit ging deren Zahl um etwa ein Drittel zurück. Die Wintervogelzählung lässt damit Rückschlüsse auf das „Amselsterben“ im vorigen Sommer zu. Dabei wurden besonders im Südwesten Deutschlands auffallend viele tote Amseln gefunden und auch solche mit zerrupftem Kopfgefieder. Tropenmediziner hatten bei ihnen eine Infektion mit dem zuvor bei uns unbekannten Usutu-Virus nachgewiesen. Die Zählung im Januar zeigt nun einen deutlich reduzierten Winterbestand von Südwestdeutschland Richtung Nordosten. Mit 54 Prozent haben Amseln gegenüber dem Vorjahr am stärksten in Rheinland-Pfalz abgenommen, gefolgt von Hessen mit minus 43 Prozent und Baden-Württemberg mit minus 40 Prozent. Traurige Spitzenreiter sind in Hessen der Landkreis Bergstraße mit einem Verlust von 65 Prozent und Groß-Gerau von 55 Prozent, in Baden-Württemberg im Rhein-Neckar-Kreis büßte der Bestand 66 Prozent ein und in Heidelberg 70 Prozent.
Die „Citizen-Science“-Aktion liefert wertvolle Informationen zum Schutz der Artenvielfalt.
„Die Meldungen der Vogelfreunde sind ausgesprochen hilfreich und zeigen wie wertvoll diese Form von „Citizen Science“ für die Forschung sein kann“, betont Markus Nipkow. Die Viruskrankheit ist aber nicht die einzige Ursache für den Amselrückgang: Das Frühjahr 2011 war in vielen Regionen extrem niederschlagsarm. Knochentrockener Boden erschwerte es den Amseln, an Regenwürmer heranzukommen. Der dadurch geringe Bruterfolg spiegelt sich nun ebenfalls im Winterbestand wider.
Neben den hier heimischen Vögeln ließen sich auch typische Wintergäste aus dem Norden beobachten. Hier führen Bergfinken, Wacholderdrosseln und Erlenzeisige die Liste an. Die größten Schwärme an Bergfinken versammelten sich am nördlichen Rand der Schwäbischen Alb. Dort gelang die Beobachtung von mindestens hunderttausend dieser „Invasionsvögel“. In manchen Wintern entfliehen sie in Massen ihren nordischen Brutgebieten und durchstreifen dann in großen Schwärmen die milderen Regionen in Mittel- und Südeuropa. Hier fressen sie am liebsten Bucheckern, die sie auf dem Waldboden finden. Solange der Schnee ausbleibt, herrschen dann ideale Bedingungen für das Finkenvolk.
Mönchsgrasmücke
Zu den Besonderheiten des Winters zählen seit einiger Zeit auch Zugvögel, die unsere Breiten im Winter normalerweise verlassen, wie Mönchsgrasmücken, Hausrotschwänze oder Stare. Trotz der milden Temperaturen setzte sich der Überwinterungstrend dieser Arten diesmal nicht fort – oder sie wussten sich besonders gut zu verstecken.
Vogelzählungen im Rahmen von „Citizen-Science“-Aktionen haben prominente Vorbilder. Bereits im Jahre 1900 rief der amerikanische Vogelkundler Frank Chapman erstmals zu einem „Christmas Bird Count“ auf. Die Aktion findet seither jährlich statt. Auch der britische NABU-Partner, die Royal Society for the Protection of Birds (RSPB), veranstaltet seit inzwischen mehr als 30 Jahren einen „Big Garden Birdwatch“. Diese Langzeitstudien haben Vogelschützern bis heute eine Fülle wertvolle Informationen zum Schutz der Artenvielfalt geliefert.
Vom 11. bis 13. Mai folgt die Schwesteraktion „Stunde der Gartenvögel“, bei der die Brutvögel des Landes im Mittelpunkt des Interesses stehen.
Weitere informationen
Ergebnisse der „Stunde der Wintervögel“
Auf der interaktiven Karte können Sie zu allen Arten und Orten Trends ablesen und erfahren, welche Vögel häufiger beobachtet wurden und welche seltener zu sehen waren. In der Tabelle unter der Karte finden Sie zusätzlich alle Details zu den Vogeldaten.
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Die „Stunde der Gartenvögel“
Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei tolle Preise gewinnen – all das vereint die „Stunde der Gartenvögel“. Vom 11. bis 13. Mai sind alle Naturfreunde erneut aufgerufen, Vögel zu notieren und dem NABU zu melden.
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Wer hat den Schnabel vorn?
Aufholjagd der Wintergäste bei „Stunde der Wintervögel“
Von Platz 1 der häufigsten Wintervögel verdrängt: Die Kohlmeise
16. Januar 2012 -
Bisher sind Beobachtungen von 50.000 Naturfreunden eingegeben. 2011 lag bei der „Stunde der Wintervögel“ die Kohlmeise vorn, in diesem milden Winter flatterte der Haussperling auf Platz 1. Die Arten, die wir sonst so häufig am Futterhäuschen beobachten, haben sich nicht so oft blicken lassen.
Dafür holen nun die Wintergäste auf: Am Rande der Schwäbischen Alb versammelten sich am Aktionswochenende mindestens einhunderttausend Bergfinken. Zwei Vogelfreunde aus Heubach im Landkreis Ostalb (Baden-Württemberg) konnten den riesigen Schwarm zwischen zwei Bergrücken am Albaufstieg über längere Zeit beobachten, und schrieben, dass er sich auch noch in den folgenden Tagen in der näheren Umgebung aufhielt. Ein Teil der Vögel – etwa 1.000 Bergfinken - rastete in nahe gelegenen Bäumen und konnte dort genauer gezählt werden. Dadurch gelang eine ungefähre Hochrechnung auf den Gesamtbestand.
Bergfinken gehören zu den sogenannten Invasionsvögeln. In manchen Wintern entfliehen sie in Massen ihren nordischen Brutgebieten und durchstreifen dann in großen Schwärmen die milderen Regionen in Mittel- und Südeuropa. Die Brutgebiete der Bergfinken reichen von Südnorwegen und Mittelschweden bis in den hohen Norden Skandinaviens und Russlands. Dort leben sie in lichten Nadelwäldern der sibirischen Taiga, weiter südlich auch in den angrenzenden, schier endlosen Birkenwäldern. Bei uns fressen sie am liebsten Bucheckern, die sie auf dem Waldboden finden. Besonders nach einer Vollmast ist der Waldboden übersät mit den kleinen, eckigen Früchten der Buche. Solange der Schnee ausbleibt, herrschen dann ideale Bedingungen für das Finkenvolk.
Vor Einbruch der Dunkelheit versammeln sich die Bergfinken zu wahren Massenschlafplätzen. Vogelkundler aus Tübingen berichten ebenfalls von einem solchen Naturschauspiel, das sich kürzlich im nördlichen Vorland der Schwäbischen Alb, diesmal bei Tübingen, bot. Dort stieg die Zahl der versammelten Wintergäste in die Millionen.
Mehr zur Meldung aus dem Neckartal bei Tübingen
Deutlich weniger Amseln in Deutschland
Erste Ergebnisse der Wintervogelzählung von NABU und LBV
Das Amselsterben im Sommer 2011 zeigt nun seine Auswirkungen.
11. Januar 2012 - Der NABU hat eine Zwischenbilanz der „Stunde der Wintervögel“ gezogen. Nach Auswertung von bislang 25.000 Einsendungen mit mehr als einer Million Vogelbeobachtungen zeichnen sich erste Trends unter den Vogelarten ab, die im Mittelpunkt der bundesweiten Mitmach-Aktion vom vergangenen Wochenende stehen. „Vielerorts fehlen die typischen Wintergäste aus dem Norden, wie Bergfinken oder Erlenzeisige“, sagte Markus Nipkow, Vogelexperte des NABU am Mittwoch in Berlin. Die Erklärung dafür liegt im bisher sehr milden Verlauf des Winters. Dieser lockt zudem weniger Vögel an Winterfütterungen, wo vielfach gezählt wurde.
Besonders auffallend ist, dass auch Amseln um etwa ein Drittel weniger registriert wurden als noch vor einem Jahr. „Die stärksten Rückgänge gibt es im Dreiländereck zwischen Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen und damit genau dort, wo im letzten Sommer eine Viruskrankheit zu einem Amselsterben geführt hatte“, erläuterte Nipkow die Zahlen und eine interaktive Karte, die auf den Internetseiten des NABU zu finden ist. Die Wintervogelzählung macht nun deutlich, wo und in welchem Ausmaß die Amselpopulation davon betroffen war und ist. Das in Deutschland bisher unbekannte Usutu-Virus wird in der warmen Jahreszeit von Stechmücken übertragen. Weshalb beinahe ausschließlich Amseln daran starben, ist bis heute unbekannt.
Schon im vorigen Winter war die erste bundesweite „Stunde der Wintervögel“ mit mehr als 56.000 Einsendungen und rund 2,6 Millionen gemeldeten Vögeln ein großer Erfolg. Nun waren Naturfreunde erneut aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen. Beobachtungen können noch bis zum 16. Januar online oder per Post gemeldet werden. Die vollständigen Ergebnisse sind Ende Januar zu erwarten.
Für Rückfragen
Dr. Markus Nipkow
NABU-Referent für Ornithologie und Vogelschutz
Tel. 030-284984-1620
Übersichtskarte mit den Ergebnissen
Finken nehmen ab, Spatzen nehmen zu
„Stunde der Wintervögel“: Die erste Million ist in Sicht / Noch bis 16. Januar melden
Das Rotkehlchen belegt in der Winter-Häufigkeit den zehnten Platz.
09. Januar 2012 - Bis zum späten Montagnachmittag haben sich bei NABU und LBV 31.500 Naturfreunde an der „Stunde der Wintervögel“ beteiligt. Sie notierten in 22.000 Gärten rund 900.000 Vögel. Mit 41 Vögeln pro Garten bleibt das Ergebnis leicht hinter dem Vorjahr zurück.
In der Top-10-Liste rückte die Amsel nach dem Wochenende immerhin um einen Rang auf Position fünf vor. Sie gehört mit einem Rückgang von einem Drittel gegenüber dem Vorwinter aber unverändert zu den Verlierern. Der Haussperling führt weiterhin vor der Kohlmeise – Siegerin 2011 – und es sieht ganz so aus, als könnte er den Vorsprung halten.
| Vogel-Top-10: Durchschnittszahl pro Garten und Änderung zum Vorjahr in Prozent | ||
|---|---|---|
| 1. Haussperling | 6,11 | plus 7 |
| 2. Kohlmeise | 5,38 | minus 19 |
| 3. Blaumeise | 4,12 | minus 7 |
| 4. Feldsperling | 3,83 | plus 1 |
| 5. Amsel | 3,18 | minus 32 |
| 6. Grünfink | 3,06 | minus 11 |
| 7. Buchfink | 1,6 | minus 39 |
| 8. Elster | 1,48 | plus 47 |
| 9. Rabenkrähe | 1,12 | plus 62 |
| 10. Rotkehlchen | 0,89 | minus 25 |
Der Spatz hält weiter die Spitze
Bisher mehr als eine halbe Million Vögel gemeldet
Wacholderdrosseln werden in diesem Winter verstärkt gesichtet.
08. Januar 2012 - Große Vogelarten, die gerne in Schwärmen auftreten, scheinen die Gewinner der diesjährigen Stunde der Wintervögel zu werden. Liegt es daran, dass sie sich vermehrt haben, dass sie vermehrt in die Ortschaften und Städte einfliegen oder fallen sie bei dem verbreitet trüben Wetter nur stärker auf als Kleinvögel? Jedenfalls zeigen die Beobachtungszahlen bei Raben-, Nebel- und Saatkrähe ebenso klar nach oben wie beim Vogel des Jahres 2012, der Dohle.
Aufsteiger des Winters ist die Wacholderdrossel – ebenfalls groß und gerne in Gruppen unterwegs. Sie wurde bisher gut dreimal mehr gesichtet als 2011. Dabei treten die höchsten Dichten in den Mittelgebirgen auf, etwa im Harz, in Nordhessen, im Thüringer Wald und im Fichtelgebirge.
Amsel
Auch die anderen Drosseln haben zugelegt, einzige Ausnahme: die „Schwarzdrossel“, also die Amsel. Sie notiert gegenüber dem Vorwinter weiter um fast ein Drittel schlechter. Dazu hat sicher der Ausbruch des tropischen Usutu-Virus im Spätsommer am Oberrhein beigetragen, doch auch in anderen Regionen geht der Trend für die Amsel nach unten.
Bei NABU und LBV sind inzwischen 600.000 Vögel aus mehr als 14.000 Gärten gemeldet worden. An der Grundtendenz hat sich dabei seit Freitag nichts geändert. Mit durchschnittlich gut 42 Vögel pro Garten ist ein Rückgang von lediglich acht Prozent zu verzeichnen. Das heißt auch: Arten, die weniger als acht Prozent verlieren oder gar zulegen, verbessern sich in der Rangfolge, wer mehr als acht Prozent abnimmt, gehört rechnerisch zu den Verlieren. Deutliche Verluste von einem Drittel bis zur Hälfte müssen zum Beispiel Buchfink, Kleiber, Eichelhäher und Buntspecht hinnehmen.
Rabenvögel und Drosseln sicher unterscheiden
Rabenvögel im Vergleich
Rabenvögel gelten als besonders intelligent. Kein Wunder also, dass die meisten von ihnen längst entdeckt haben, wie gut der Tisch für sie in Städten und Dörfern gedeckt ist. Anhand von Farbdetails bei Schnäbeln und Gefieder lassen sich die Arten gut auseinanderhalten.
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Drosseln im Vergleich
Ein schwarzes Amselmännchen zu erkennen, ist keine große Kunst. Doch ansonsten muss man bei den Drosseln schon genauer hinschauen, um welche Art es sich handelt, zumal uns im Winter mit der Rotdrossel noch eine zusätzliche Art besucht.
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Häher und Spechte bleiben lieber im Wald
Ingesamt trotz Regenwetters aber stabile Garten-Vogelzahlen
In den Gärten lassen sich momentan nur wenige Eichelhäher sehen.
07. Januar 2012 - Nach mehr als 200.000 bei NABU und LBV gemeldeten Vögeln bestätigen sich die Trends des ersten Beobachtungstags. Obwohl das Wetter bundesweit betrachtet sogar noch unfreundlicher geworden ist, zeigen sich die Vögel ähnlich häufig wie im Vorjahr. Pro Garten wurden bisher nur sechs Prozent weniger Vögel gesichtet.
Dabei entwickeln sich die einzelnen Arten allerdings sehr unterschiedlich. Während beide Spatzenarten zugenommen haben, mussten Amsel und Buchfink jeweils rund 30 Prozent Verluste hinnehmen. Ob die Vögel wirklich weniger geworden sind oder ob sie sich aufgrund von Wetter und natürlichem Nahrungsangebot nur nicht am gewohnten Platz aufhalten, muss zunächst dahingestellt bleiben. Auffällig ist, dass Amsel und Buchfink bereits im Frühjahr bei der „Stunde der Gartenvögel“ zu den Verlierern zählten, wenn auch in geringerem Ausmaß als nun im Winter.
| Vogel-Top-10: Durchschnittszahl pro Garten und Änderung zum Vorjahr in Prozent | ||
|---|---|---|
| 1. Haussperling | 6,33 | plus 10 |
| 2. Kohlmeise | 5,8 | minus 13 |
| 3. Blaumeise | 4,41 | unverändert |
| 4. Feldsperling | 4,22 | plus 11 |
| 5. Grünfink | 3,37 | minus 2 |
| 6. Amsel | 3,32 | minus 29 |
| 7. Buchfink | 1,76 | minus 33 |
| 8. Elster | 1,55 | plus 53 |
| 9. Rabenkrähe | 1,42 | plus 112 |
| 10. Rotkehlchen | 1,04 | minus 13 |
Ebenso und noch deutlicher im Minus sind vertraute Futterhausbesucher wie Kleiber (minus 28 Prozent), Eichelhäher (minus 48 Prozent) und Buntspecht (minus 54 Prozent).
Wie bereits im letzten Winter ist kein nennenswerter Einflug nordischer Gäste zu verzeichnen. Seidenschwänze kommen nur in wenigen Exemplaren vor und die Bergfinkenschwärme sind vergleichsweise klein. Eine Ausnahme sind die in Trupps umherstreifenden Wacholderdrosseln, ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorwinter fast verdreifacht.
Spatz vor Kohlmeise, Verluste für Amsel und Buchfink
Eine Zwischenbilanz nach dem ersten Tag der „Stunde der Wintervögel“
Etappensieger: Der Haussperling liegt nach dem ersten Tag vorne.
06. Januar 2012 - Ein Bilderbuchwinter sieht anders aus. Doch rechtzeitig zum Beginn der „Stunde der Wintervögel“ ist wenigstens Sturmtief „Andrea“ die Puste ausgegangen, so können sich Meisen, Spatzen und Rotkehlchen wieder aus der Deckung wagen. Im Vorfeld der Aktion hatten zahlreiche Vogelfreunde beklagt, es kämen in diesem Winter kaum Vögel an die Futterstellen im Garten. Der erste Tag der „Stunde der Wintervögel“ relativiert diese Beobachtung. Mit 41 Vögeln pro Garten gegenüber 46 im Vorjahr ist bisher lediglich ein leichter Rückgang zu verzeichnen.
Der Kleiber machte sich bisher rar.
Bereits jetzt wurden 105.000 Vögel aus mehr als 100 verschiedenen Arten gemeldet. An der Spitze steht zunächst der Haussperling, gefolgt von Kohl- und Blaumeise. Der Spatz legte pro Garten zwar nur um fünf Prozent zu, da die Kohlmeise aber gleichzeitig 20 Prozent einbüßte, fiel sie gegenüber 2011 einen Rang zurück. Als größte Verlierer zeichnen sich momentan Amsel und Buchfink ab, die beide glatte 30 Prozent verloren. Auch bei Kleiber, Buntspecht und Eichelhäher müssen überdurchschnittliche Rückgänge hinnehmen.
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Der weitere Verlauf der Aktion wird zeigen, ob sich diese ersten Trends verstetigen. Der Beobachtungszeitraum geht noch bis einschließlich Sonntag (8.), Meldungen können noch bis zum 16. Januar abgegeben werden.
Ihre Anmerkungen, Fragen und auch Fotos sind willkommen!
Gästebuch zur Aktion
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Stunde der Wintervögel 2012
Am Wochenende waren zum zweiten Mal alle Naturfreunde aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Bei der „Stunde der Wintervögel“ stehen jene Piepmätze im Blickpunkt, die auch bei Kälte hier bleiben.
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Termine
23.02. 19:30 Uhr
Vögel von Remseck
70806 Kornwestheim
23.02. 20:00 Uhr
Jahresversammlung NABU Saarbrücken
66117 Saarbrücken
24.02. 13:00 Uhr
Vogelbeobachtung „Grüner Brink“
23769 Fehmarn
24.02. 17:00 Uhr
Nistkasteninfos auf dem Woldenhof
26624 Südbrookmerland
24.02. 19:00 Uhr
Vortrag über die Dohle
99867 Gotha
24.02. 19:00 Uhr
Jahresversammlung NABU Rennerod
56477 Rennerod
25.02. 06:30 Uhr
Vogelkundliche Exkursion Schönberg
79111 Freiburg
25.02. 10:00 Uhr
Vogelbeobachtung Ziegelaußensee
19053 Schwerin
25.02. 10:00 Uhr
Vogelführung Harburger Stadtpark
21077 Hamburg
25.02. 11:00 Uhr
Für Kinder: Nistkastenreinigung
74343 Sachsenheim
26.02. 09:00 Uhr
Wintervögel-Exkursion
49082 Osnabrück
26.02. 09:00 Uhr
Schiffsexkursion Europareservat Rheinauen
55411 Bingen
26.02. 09:00 Uhr
Singletour: Wilde Gänse
28203 Bremen
26.02. 09:00 Uhr
Wintervögel-Exkursion Unterweser
28790 Neuenkirchen
26.02. 10:00 Uhr
Von Singschwänen, Eisvögeln und Gänsesägern
88662 Überlingen
26.02. 14:00 Uhr
Dohlenvortrag
53844 Troisdorf-Bergheim
26.02. 14:30 Uhr
Vogelbeobachtungen im Wernerwald
27472 Cuxhaven
26.02. 15:45 Uhr
Beobachtungstreff Hegne
78476 Hegne
27.02. 20:00 Uhr
Dohlenvortrag
71672 Marbach
28.02. 19:00 Uhr
Einführung in die Vogelkunde
71364 Winnenden
29.02. 19:00 Uhr
Vortrag zur Vogelwelt im Klimawandel
45289 Essen
01.03. 18:00 Uhr
Grünhaus - vom Tagebau zum Naturparadies
04703 Leisnig
01.03. 19:30 Uhr
Dohlen-Vortrag
27232 Sulingen
01.03. 19:30 Uhr
Vortrag über die Vogelschutz-Insel Trischen
25704 Nindorf
02.03. 13:00 Uhr
Vogelbeobachtung „Grüner Brink“
23769 Fehmarn
02.03. 18:30 Uhr
Vogel und Pflanze des Jahres
14612 Falkensee
02.03. 19:00 Uhr
Wie kartiert man Vögel?
44139 Dortmund
02.03. 20:00 Uhr
Vortrag Uhu-Schutz
46509 Xanten
03.03. 06:30 Uhr
Vogelwanderung Steinder Forst
45468 Mülheim
03.03. 09:00 Uhr
Vogelbeobachtung entlang der Leine
31535 Neustadt
03.03. 14:15 Uhr
Vofelbeobachtung Polder Bramel und Glies
27472 Cuxhaven
03.03. 14:30 Uhr
Seminar Vogelbestimmung
70736 Fellbach
04.03. 07:00 Uhr
Vogel-Exkursion Hauptfriedhof
79098 Freiburg
04.03. 08:00 Uhr
Vogelbeobachtung Koldinger Teiche
30823 Garbsen
04.03. 08:00 Uhr
Vogelkundliche Exkursion Zugwiesen
71364 Winnenden
04.03. 08:30 Uhr
Große Riedführung
78467 Konstanz
04.03. 08:30 Uhr
Zugvogel-Exkursion
89312 Günzburg
04.03. 09:00 Uhr
Wanderung zu den Fichtenkreuzschnäbeln
76891 Busenberg
04.03. 10:10 Uhr
Vogelkundliche Führung Öjendorfer See
22117 Hamburg, OT Öjendorf
04.03. 14:00 Uhr
Wolfs-Informationstag
13125 Berlin, OT Pankow
04.03. 15:00 Uhr
Sagenhaftes aus dem Havelland
14715 Milower Land, OT Milow
06.03. 19:30 Uhr
Dohlen-Vortrag
31535 Neustadt
07.03. 19:30 Uhr
Dohlen-Vortrag
55583 Bad Münster am Stein, OT Ebernburg
07.03. 20:30 Uhr
Vortrag über die Dohle
70736 Fellbach
08.03. 19:00 Uhr
Dia-Reise zu den Anden
27283 Verden
08.03. 19:30 Uhr
Dohlen-Vortrag
44791 Bochum
08.03. 19:30 Uhr
Vortrag Emsdettener Venn
48282 Emsdetten
09.03. 19:30 Uhr
Jahresversammlung NABU Metzingen
72555 Metzingen
09.03. 19:30 Uhr
Dohlen-Vortrag
71144 Steinenbronn
09.03. 20:00 Uhr
Dohlen-Vortrag
52074 Aachen
