NABU.de Aktionen & Projekte Stunde der Gartenvögel Über die Aktion Die häufigsten Fragen

Warum und wozu?

Warum und wozu?

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Stunde der Gartenvögel

Grünfink

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Warum findet die Stunde der Gartenvögel an mehreren Tagen und im Frühjahr statt?
Der Beobachtungszeitraum umfasst drei Tage an einem Wochenende (2013 wegen des Feiertags Christi Himmelfahrt sogar vier), damit möglichst viele Menschen teilnehmen und sich an einem dieser Tage für eine Stunde dem faszinierenden Hobby der Vogelbeobachtung widmen können. Das Frühjahr hat sich als gute Zeit zur Beobachtung erwiesen. Die Zugvögel sind aus ihren Winterquartieren zurück und sind in unseren Gärten auf Nahrungs- und Partnersuche.

Warum soll ich nur im Garten oder in einem Park zählen?
Die Beschränkung auf den Siedlungsbereich – also Gärten, Parks, Friedhöfe, aber auch Innenhöfe oder Balkone – entspricht der Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ im Januar. Im Mittelpunkt beider Aktionen stehen die häufigeren Vögel rund um Haus und Garten, über deren Bestände wir zum Teil weniger genau Bescheid wissen als über manche Seltenheit in der Vogelwelt. Damit die Ergebnisse auf Städte und Dörfer als eigene Lebensräume bezogen werden können, heißt das: Bitte wirklich nur dort und nicht im Wald oder in der Feldflur die Vögel zählen.

Der Luftraum zählt übrigens dazu. Ein Vogel muss sich nicht im Garten oder am Futterhäuschen niederlassen, es zählt auch, wenn er vorbei- oder drüberfliegt.

Kann ich auch an mehreren Orten zählen?
Dem Engagement sind hier keine Grenzen gesetzt. Wer Zeit und Gelegenheit hat, im Laufe der vier Tage mehrfach zu zählen, kann das gerne tun. Wichtig ist, dass es sich um verschiedene Orte handelt – zum Beispiel zuerst am eigenen Haus, dann im entfernt gelegenen Schrebergarten – und dass jede Beobachtungsstunde getrennt gemeldet wird.

Was macht der NABU mit den Ergebnissen?
Sobald alle Ergebnisse eingegangen sind, erstellen wir eine bundesweite Auswertung nach Vogelarten, Bestandszahlen und Beobachtungsorten.

Während meiner Beobachtungsstunde habe ich weniger Vögel gesehen als üblich. Wie werden Fehler oder Ergebnisverfälschungen vermieden?
Je mehr Menschen an der Stunde der Gartenvögel teilnehmen, desto präziser werden die Ergebnisse. So werden individuelle Fehler minimiert. Einige Teilnehmer werden weniger Vögel sehen als der tatsächlichen mittlere Vogeldichte in diesem Gebiet entspricht, andere werden mehr Vögel beobachten. So werden sich die Zählungen ausgleichen und einen repräsentativen Überblick über die Verbreitung unserer Gartenvögel bieten.

Was sagt uns die Stunde der Gartenvögel?
Ziel der Aktion ist ein deutschlandweites und möglichst genaues Bild von der Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern zu erhalten. Dabei geht es nicht um exakte Bestandszahlen aller Vögel, sondern vielmehr darum Anteile und Trends von Populationen zu ermitteln. Damit dieser Anteil repräsentativ ist, sollen die Populationsdaten über mehrere Jahre verglichen werden. So werden neue Kenntnisse zur Entwicklung einzelner Vogelarten sowie zu regionalen Unterschieden gewonnen.

Das Wetter hat großen Einfluss auf die Ergebnisse. Warum wird es nicht ebenfalls protokolliert?
Da das Wetter innerhalb eines Tages und den verschiedenen Region Deutschlands stark variieren kann, werten wir diesen Effekt auf die Vogelzählung als Zufallsfaktor.

Was mache ich, wenn ich einen toten Vogel gefunden habe?
Bei Funden toter Vögel gilt: Nicht jede tote Amsel ist ein Opfer des Usutu-Virus oder einer anderen Infektionskrankheit. Wenn mehrere tote Vögel an einem Ort aufgefunden werden, sollte aber die örtliche Gesundheits- oder Veterinärbehörde hinzugezogen werden.

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