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Städte wollen grüner werden
Städte wollen grüner werden
NABU befragt 600 Städte / Grüne Dächer und Fassaden lohnen sich
Beispiel: Dachbegrünung in Freiburg
18. August 2010 -
Ein grünes Umfeld empfinden wir als angenehm und beruhigend. Vor allem in städtischen Ballungsräumen ist das wichtig, weil dort Grün Mangelware ist. Die Gesamtheit der Pflanzen in der Stadt trägt zu einem angenehmen Stadtklima bei. Das ist auch ein Anliegen der Stadtverwaltungen. So gibt es in zahlreichen Städten Förderprogramme und Vorschriften, die auf eine Stadtbegrünung hinsteuern. Die Förderung von Maßnahmen zur Begrünung von Gebäuden und Gebäudeumfeld spielt sich hauptsächlich auf kommunaler Ebene ab.
NABU-Umfrage: 600 Städte gaben Auskunft
Der NABU hat gemeinsam mit der Fachvereinigung Bauwerksbegrünung (FBB) Anfang des Jahres 2010 eine Umfrage zu Gebäudebegrünung und Stadtklima in deutschen Städten durchgeführt. Anhand dieser sollten einerseits die Möglichkeiten der zur Verfügung stehenden Förderinstrumente aufgezeigt werden und andererseits eine Übersicht erstellt werden, in welchen deutschen Städten konkret Fördermöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Gründach
| Ist die Errichtung von Gründächern verbindlich vorgeschrieben?* |
bitte Ort auswählen
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| Gibt es Zuschüsse für die Errichtung von Gründächern? | ||
| Sind die Zuschüsse an Bedingungen geknüpft? | ||
| Gibt es die gesplittete Abwassergebühr?** | ||
| Wie hoch ist der Nachlass für Gründächer? | ||
| Ist der Nachlass an Bedingungen geknüpft? | ||
| Werden Ökopunkte für Gründächer vergeben?*** | ||
Fassadenbegrünung
| Ist die Errichtung von Fassadenbegrünungen verbindlich vorgeschrieben?* | ||
| Gibt es Zuschüsse zur Errichtung von Fassadenbegrünung? | ||
| Sind die Zuschüsse an Bedingungen geknüpft? | ||
Stadtklima
| Gibt es eine Grünsatzung und legt diese Grünflächenanteile fest? | |
| Bestehen weitere Fördermaßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas? |
Erläuterung der Ergebnisse
Wie die hohe Beteiligung an der Umfrage erkennen lässt, ist das Thema in den Städten angekommen und die Verbesserung des lokalen Klimas und der damit verbundenen Verbesserung der Lebensqualität ist ein wichtiges Anliegen.
Durch die gesplittete Abwassergebühr haben Eigentümer mit grünen Dächern finanzielle Vorteile.
In über der Hälfte der Städte wird die Ausführung einer Dachbegrünung dadurch belohnt, dass sich über die sogenannte gesplittete Abwassergebühr die Kosten für das Abwasser reduzieren. In 36 Städten werden Dachbegrünungen sogar direkt finanziell gefördert.
Fassadenbegrünungen werden in circa fünf Prozent der Kommunen gefördert. Das kann entweder pro begrünter Fläche geschehen oder pauschal. In manchen Kommunen werden auch Kletterpflanzen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Neben der Förderung, sei es durch finanzielle Zuschüsse, zinsgünstige Kredite oder die Zurverfügungstellung von Arbeitsmaterialien können Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas aber auch verbindlich vorgeschrieben werden. Dies geschieht in Bebauungsplänen oder Grünsatzungen und ist oft auf bestimmte Stadtteile oder für bestimmte Gebäude bezogen. So kann die Stadtverwaltung beispielsweise vorschreiben, dass auf einem Baugebiet ein bestimmter Flächenanteil unversiegelt bleiben muss oder dass fensterlose Garagen begrünt werden müssen. Auch dieser Punkt wurde in der Umfrage bei den Städten abgefragt.
Hinweis zur Datenbank
Sollten Sie Ihre Stadt nicht in der Auswahl wiederfinden, können Sie sich auch auf eigene Faust informieren. Zuständig sind in der Regel Bauamt und/oder Umweltamt Ihrer Kommune. Sollten Sie über zusätzliche Informationen verfügen, freuen wir uns über Ihre Meldung.
Die Angaben geben die Informationen wider, die uns zum Stand 31. März 2010 übermittelt wurden und sind ohne Gewähr. Zum Teil mussten Angaben zur besseren Verständlichkeit umformuliert oder nach eigener Recherche ergänzt werden.
Hintergrund zur Umfrage
Wo zahlt sich ein grünes Haus aus?
Der NABU startet gemeinsam mit der Fachvereinigung Bauwerksbegrünung eine Umfrage in deutschen Städte und Gemeinden. Ziel ist es, einen Überblick zu erlangen, in welchen Kommunen private Maßnahmen fürs Stadtklima gefördert werden. Wo gibt es die meisten Anreize?
Mehr
* In mindestens einem Bebauungsplan, z.T. nur unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. für Flachdächer oder für Garagen/Carports
** Bei der sogenannten „Gesplitteten Abwassergebühr“ wird die Abwassergebühr in Schmutzwassergebühr und Regenwassergebühr (abhängig von der Flächengröße) aufgeteilt
*** Im Rahmen des Ökokontos zur Anrechnung als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme (Eingriffsregelung), die folglich als Teil einer Kompensationsmaßnahme für Eingriffe in Natur und Landschaft zur Verfügung steht.

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