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Das Projekt
NABU-Projekt mit Partnergemeinden
Partnerschaften für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung
Der ungebremste Landschaftsverbrauch wird oft schon als Problem erkannt.
Die Bundesregierung hat im Jahr 2002 das ehrgeizige Ziel formuliert, die tägliche Flächeninanspruchnahme bundesweit bis zum Jahr 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Demgegenüber ist Wachstum in der Fläche in den meisten Städten und Gemeinden immer noch die Grundlage des planerischen und politischen Tagesgeschäftes: Die Neuerschließung von Wohn- und Gewerbeflächen ist in unserer Gesellschaft, in der öffentlichen Meinung noch mehrheitlich positiv belegt.
Vielerorts wird der ungebremste Landschaftsverbrauch für Siedlungen und Infrastruktur als ein zentrales Nachhaltigkeitsproblem von den Entscheidungsträgern bereits erkannt. Das im Oktober 2009 gestartete Projekt „Partnerschaften für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung“ setzt bei einer wichtigen Akteursgruppe, den Städten und Gemeinden an. Gemeinsam mit acht kommunalen Partnern, die bereits gewisse Erfahrungen in der Kommunikation nachhaltiger Siedlungsentwicklung vorweisen können, entwickelt der NABU maßgeschneiderte Strategien, um die Themen „Reduzierung des Flächenverbrauchs“ und „Stärkung der Innenentwicklung“ stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.
Während der dreijährigen Projektlaufzeit werden in einem partnerschaftlichen Dialog zwischen NABU und der jeweiligen Kommune und gemeinsam mit weiteren externen Partnern zielgruppengerechte und auf die örtlichen Bedürfnisse abgestimmte Kommunikationswege erarbeitet und begleitet. Bewährte Methoden können auf den Prüfstand gestellt, innovative und kreative Ansätze sollen erprobt werden. Dabei gilt es auch den erforderlichen Rückhalt in Kommunalpolitik und -verwaltung, der Bürgerschaft und der örtlichen Wirtschaft auszubauen.
„NABU-Partner für nachhaltige Siedlungsentwicklung“ sind zunächst die Gemeinde Hüfingen und die Universitätsstadt Tübingen in Baden-Württemberg, die Initiative Rodachtal e.V (Bayern/Thüringen), die Samtgemeinden Barnstorf und Oberharz in Niedersachsen und die Städte Kaiserslautern und Neustadt/Weinstraße sowie die Verbandsgemeinde Wallmerod in Rheinland-Pfalz. Die Partner-Kommunen werden Teil eines Netzwerkes, finden zu regelmäßigen Treffen zusammen und profitieren so von den Erfahrungen der anderen und der langjährigen fachlichen Kompetenz des NABU.
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), den beteiligten Ländern und Kommunen sowie dem NABU finanzierte Projekt ist Teil des Schwerpunktes „Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement (REFINA)“ des BMBF und knüpft direkt an die vom NABU erarbeitete Vorstudie „Flächenakteure zum Umsteuern bewegen“ an.
Strategien
Der rote Faden der Kommunikationsstrategien
Gemeinsam ist den Strategien, dass es für jede Partnerkommune jeweils einen konkreten, projektbezogenen Handlungsstrang geben soll und einen, der eher einen allgemeinen, informativen oder bewusstseinsschärfenden Charakter hat.
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Studie
Studie „Flächenakteure zum Umsteuern bewegen!“
Im Rahmen der REFINA-Vorstudie „Flächenakteure zum Umsteuern bewegen!“ hat der NABU erstmals systematisch den „Status Quo“ in der Kommunikation und Bewusstseinsbildung für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung in Deutschland erfasst und bewertet.
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