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Neuer Rekord beim Birdwatch aufgestellt
Birdwatch-Rekord: 234 Vogelarten gesichtet
Die Ergbnisse des Birdwatch-Wochenendes 2012
Starenschwarm
Auch in diesem Jahr standen die Vögel am ersten Oktoberwochenende im Rahmen des jährlich stattfindenden Birdwatch unter Beobachtung. Zum jahreszeitlichen Höhepunkt des sichtbaren Vogelzuges organisierten der NABU und 32 weitere zum Netzwerk von BirdLife International gehörende nationale Naturschutzverbände über 2.500 Vogelbeobachtungsveranstaltungen in Europa. 135 davon wurden in Deutschland angeboten, meist organisiert von lokalen NABU-Gruppen oder Naturschutzzentren in bekannten Schutzgebieten.
Als Ergebnis wurden dem NABU 85 Beobachtungslisten übermittelt. Dank des guten Vogelzugwetters und 300 aufmerksamer Beobachter konnten deutschlandweit sagenhafte 234 Vogelarten registriert werden, was den bisherigen Rekord von 193 Arten aus dem Jahr 2008 weit in den Schatten stellt.
Am häufigsten gesehen: Der Buchfink
Das Birdwatch-Wochenende mit seinen zahlreichen Veranstaltungen für die Öffentlichkeit gibt Interessierten die Möglichkeit, mit Hilfe von Experten die vielfältige herbstliche Vogelwelt zu erleben und besser kennenzulernen. Sie können neue Beobachtungsgebiete für sich entdecken, und endlich einmal alle Fragen zur Vogelwelt loswerden, die sich im Laufe des Jahres angesammelt haben. Wer sich einmal für die heimische Vogelwelt begeistert, wird sich auch gerne in Zukunft für deren Schutz und Erhalt einsetzen.
Bei guten Wetterbedingungen gibt es neben der Vielfalt rastender Vögel auch die Möglichkeit, den aktiven Zug zahlreicher Arten zu bestaunen. Gerade Anfang Oktober kann man den Massenzug von Buchfinken erleben, zu denen sich zahlreich auch Stare, Ringeltauben und andere Finken gesellen. Experten machen auf die ziehenden Trupps dieser Arten aufmerksam, die leise rufend in mittlerer Höhe meist Richtung Westen ziehen, dabei aber weniger geübten Beobachtern leicht entgehen können.
Dieses Jahr müssen die Zugbedingungen ideal gewesen sein, denn der Buchfink führt die Liste der häufigsten Arten mit exakt 57.025 gemeldeten Individuen an. Auch vom Star mit 27.800 Individuen und Ringeltaube und Grünfink wurde starker Zug gemeldet. Daneben wurden zunehmend Arten beobachtet, die ursprünglich nicht in Deutschland vorkamen, aber sich inzwischen bei uns ausbreiten: 128 Individuen der aus Afrika eingeführten Nilgans und 60 Individuen des aus Südasien stammenden Halsbandsittichs wurden gemeldet.
Zur Rekordzahl von 234 Arten trug vor allem eine lange Liste ausgesprochener Seltenheiten bei. So wurden zum Beispiel allein aus Brandenburg vier ausgesprochene Raritäten gemeldet: ein Graubruststrandläufer, der sich vermutlich aus Nordost-Sibirien verflogen hat, ein Zwergadler aus Südeuropa, ein Würgfalke aus den östlichen Steppenregionen und außerdem ein Blutspecht, der zwar im nahen Polen bereits brütet, aber die Grenze sonst nie überfliegt.
Der nächste Termin für Vogelfreunde ist nun die „Stunde der Wintervögel“ am 4.-6. Januar 2013. Dann können alle Birdwatch-Teilnehmer die neu erlernten Vogelarten bei sich im eigenen Garten erfassen und melden.
Unsere Tabelle zeigt Ihnen die Ergebnisse des diesjährigen Birdwatch-Wochenendes.
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