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Schnell, effizient und gut für die Natur?

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NABU legt Studie zu Energieholzanbau und Kurzumtriebsplantagen vor

Weidenkultur


12. November 2008 - Die Nachfrage nach Holz für die Strom- und Wärmeproduktion steigt. Der NABU hat nun eine Studie zur Umweltverträglichkeit von Plantagen mit schnellwachsenden Hölzern vorgelegt. „Energieholzplantagen erbringen hohe Erträge und hohe Treibhausgas-Einsparungen bei geringen Kosten. Aus Klima- und Umweltsicht sind sie damit gegenüber bisherigen Bioenergieverfahren wie Rapsdiesel oder Biogas aus Silomais im Vorteil“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Auch aus Sicht des Naturschutzes bieten Kurzumtriebsplantagen aus Pappeln oder Weiden durchaus Chancen, da sie hochwertiger und umweltverträglicher einzuschätzen sind als intensiv genutzte Ackerkulturen. So profitiert die Tier- und Pflanzenwelt auf einer Energieholzfläche gegenüber den Anbauflächen von Mais und Raps von der längeren Bodenruhe, dem geringeren Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie den geringeren Störungen. Daher kommt die NABU-Studie zu dem Ergebnis, dass durch die Anlage der Flächen in ausgeräumten Ackerbauregionen positive Auswirkungen für Natur und Umwelt zu erwarten sind.

Kiebitz

Gebiete, in denen Wiesenvögel wie der Kiebitz brüten, sind strikt von einem Energieholzanbau freizuhalten.

Die Natur braucht Tabuflächen
Wie alle großflächig angebauten Monokulturen können Energieholzplantagen dazu beitragen, dass Landschaften eintönig sowie arten- und strukturarm werden. Die NABU-Studie empfiehlt deshalb klare Rahmenbedingungen für eine natur- und umweltverträgliche Anlage von Kurzumtriebsflächen. Hierzu gehört die Festlegung von Tabu- und Vorrangflächen sowie Mindestabständen zu wertvollen Biotoptypen. So sind naturschutzfachlich wichtige Gebiete wie Feuchtwiesen, Bachauen, Brachflächen oder Offenlandgebiete mit Wiesenbrütervorkommen strikt von einem Energieholzanbau freizuhalten. Bei der Anlage sollten kleine, strukturierte Energieholzflächen, die Verwendung unterschiedlicher Baumarten, vielfältige Alters- und Randstrukturen sowie die Nutzung von Ackerland bevorzugt werden.

Nicht zuletzt aufgrund der zunehmend kritischen Öffentlichkeit gegenüber der Bioenergie müssen negative Konsequenzen für Klima, Wasserhaushalt oder Biodiversität nach Auffassung des NABU dringend vermieden werden. „Wenn es gelingt, konkrete Empfehlungen in die Förderpolitik und in künftige Anbaustrategien zu integrieren, könnten zahlreiche Synergieeffekte zwischen Klima- und Naturschutz erreicht werden“, so Tschimpke weiter.

Für Rückfragen:
Florian Schöne
Tel. 030-284984-1615
oder 0172-5966097

Downloads der Vorträge und der Studie:

Studie: Energieholzproduktion in der Landwirtschaft
Kurzumtriebsplantagen in Deutschland – aktueller Stand und Perspektiven
Energieholzanbau aus Sicht des Umwelt- und Naturschutzes – zentrale Ergebnisse einer Studie
Ökologisch-faunistische Bewertung von Kurzumtriebsplantagen
Probleme und Perspektiven beim Anbau von Energieholz aus Sicht der Praxis
Bewertung und Förderung von Energieholz aus Sicht des BMU
Zukunft der Energieholzproduktion aus Sicht des Deutschen Energie-Pellet-Verbands (DEPV)
Forschungsansätze und Potenzialabschätzungen aus Sicht des BMELV
Anforderungen an den Anbau von Energieholz aus Sicht des Naturschutzes
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